In Tod getrieben: Julia Roberts’ Schwester gibt ihr Schuld.

Imago / ZUMA Press

Spätestens seit ihrer bezaubernden Rolle als verliebte Prostituierte in „Pretty Woman“ gilt Hollywood-Schauspielerin Julia Roberts als Amerikas Liebling. Doch für Julias Halbschwester Nancy Motes hatte das süße Image des Stars nie viel mit der Realität gemeinsam. Die depressive Nancy beging 2014 Selbstmord und erhob in ihrem Abschiedsbrief schwere Vorwürfe gegen Roberts.

Die 37-jährige Nancy Motes litt bereits seit mehreren Jahren an schweren Depressionen. Sie versuchte lange Zeit selbst, in der Schauspielerei Fuß zu fassen, doch ihre Bemühungen blieben erfolglos. Stattdessen fand sie einen Job hinter der Kamera: als Produktionsassistentin bei der Erfolgsserie “Glee”. Doch Nancy schien das nicht zu reichen und so blickte sie neidvoll auf die Schauspielkarriere ihrer großen Schwester. Auf ihrem Twitter-Account verfasste sie kurz vor ihrem Tod mehrere Tweets, die sich eindeutig gegen ihre erfolgreiche Schwester Julia richteten.

„Nur damit ihr es wisst: Amerikas Liebling ist ein Miststück“, schrieb Motes in einem Tweet nur drei Wochen vor ihrem Suizid.

Bereits zuvor hatte die junge Frau in Interviews kein gutes Haar an ihrer 9 Jahre älteren Schwester gelassen. Motes hatte Reportern erzählt, dass Julia sie aufgrund ihrer Gewichtsprobleme gemobbt habe, woraufhin sich die 37-Jährige unters Messer gelegt habe, um sich den Magen verkleinern zu lassen. So habe sie es in kurzer Zeit geschafft, ihr Körpergewicht von ehemals 140 kg auf beinahe die Hälfte zu reduzieren.

„Meine Schwester hat mich stets daran erinnert, dass ich dick bin. Das hat mir so unglaublich wehgetan und mich sehr traurig gemacht“, gestand Motes in einem Interview mit der Daily Mail im August 2013.

Worte wie diese sorgten wahrscheinlich dafür, dass Roberts den Kontakt zu ihrer Halbschwester schließlich abbrach. Als ihre gemeinsame Mutter Betty Lou Roberts dann an Krebs erkrankte, eskalierte der Zwist zwischen den Geschwistern. Nach Aussagen von Nancy wollte Julia stets über die Besuchszeiten ihrer kleinen Schwester am Krankenbett der Mutter Bescheid wissen, um ihr nicht begegnen zu müssen. Laut “Daily Mail” existieren Textnachrichten zwischen Nancy und Julia, in welchen es heißt:

Julia: “Wenn du Mama für die nächsten zwei Wochen noch einmal sehen willst, solltest du das in den nächsten 60 Minuten tun. Danke.”

Nancy: “Wir sind schon auf dem Weg zu ihr. Danke.”

Julia: “Bitte sei bis 15:30 Uhr verschwunden.”

Am 9. Februar 2014 fand Nancys Verlobter John Dilbeck ihren leblosen Körper in der Badewanne vor. Neben der Leiche von Nancy Motes lagen verschreibungspflichtige Medikamente und ein fünfseitiger Abschiedsbrief, in dem sie mit ihrer Familie abrechnete. Zuerst jedoch richtete sie ein paar zärtliche Worte an ihren Verlobten:

“Wenn mir etwas zustoßen sollte, bekommt John alle meine Besitztümer, die er möchte, auch Lucy. – (ihren gemeinsamen Hund)

John, meine einzig wahre Liebe, es tut mir leid, aber ich bin nichts außer einem Junkie und du bist wirklich besser dran ohne mich. Ich werde dich für immer und ewig lieben. Ich hoffe, dass du mir eines Tages verzeihen kannst. Es tut mir unendlich leid. Ich weiß, du wirst jetzt böse auf mich sein. Bitte verstehe, dass es meine alleinige Schuld ist. Ich bin so glücklich, einen Mann wie dich an meiner Seite gehabt zu haben, der mich so liebte. Ich weiß, dass dich das hier am härtesten trifft, und ich kann mich nicht oft genug bei dir entschuldigen. Ich hatte so viel Glück, dich meine wahre Liebe, Geliebten und besten Freund nennen zu dürfen. Ich werde dich immer in meinem Herzen tragen und es tut mir so sehr leid.”

Dann richtete Nancy das Wort an ihre Familie:

“Meine Mutter und sogenannten „Geschwister“ bekommen gar nichts, außer den Vorwurf, dass sie diejenigen waren, die mich in die schwerste Depression meines gesamten Lebens gestürzt haben.”

 

Weder Julia Roberts noch Mutter Betty Lou, die nur ein Jahr nach ihrer Tochter an ihrer Lungenkrebserkrankung verstarb, verloren je ein Wort in der Öffentlichkeit über Nancys letzte, bittere Worte in ihrem Abschiedsbrief.

Quelle: Daily Mail